Schwanger was nun?

Bei einer ungeplanten Schwangerschaft kommt einem vielleicht zuerst einmal der Gedanke an eine Abtreibung in den Sinn. Du wirst dich fragen: Ich bin schwanger, was nun? Soll ich abtreiben, oder gibt es noch andere Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen? Wir meinen, dass es wichtig ist, eine solche Entscheidung nicht zu überstürzen und erst nach wirklich reiflicher Überlegung zu treffen. Es ist eine der größten Entscheidungen in Deinem Leben.
Deshalb ist es wichtig, dass Du genau darüber Bescheid weißt, was bei einer Abtreibung passiert, und Du solltest Dich genau über die möglichen Alternativen zu einem Schwangerschaftsabbruch informieren.

 

Leben mit Kind

 

Zugegeben, das hört sich jetzt etwas einfach an – aber eine Schwangerschaft anzunehmen und sich auf das „Abenteuer Leben“ einzulassen, kann natürlich auch eine Alternative sein! Klar, ein Leben mit Kind ändert alles und ist nicht immer leicht. Aber es heißt nicht, dass Dein Leben vorbei ist. Ein Baby zu bekommen und Mama zu sein, kann sehr erfüllend und bereichernd sein. Es gibt viele Frauen, die wegen ihrer Schwangerschaft überrascht oder sogar geschockt sind – schau hier, wie es ihnen ergangen ist. Mehr über das Leben mit Kind erfährst du hier.

 

Pflegefamilie

 

Wenn eine Mutter in der momentanen Situation ihr Kind nicht selbst betreuen kann, wenn es aber Aussichten gibt, dass sich diese Situation ändert, kann sie es einer Pflegefamilie anvertrauen. Diese kümmert sich solange um das Kind, bis die Mutter bereit ist, es zu sich zu nehmen. In der Zwischenzeit bleibt die Mutter durch regelmäßige Besuche mit dem Kind in Kontakt. Eine Pflegefamilie wird durch den Jugendwohlfahrtsträger vermittelt.

Wir haben Informationen über Pflegefamilien für Dich gesammelt!

 

Adoption

 

Ein Kind zur Adoption freizugeben, ist für jede Mutter schwer. Sie wird es nur dann tun, wenn sie wirklich keinen anderen Weg sieht. Mit der Freigabe zur Adoption ermöglicht sie ihrem Kind, zu leben und bei liebenden, sorgfältig ausgewählten Adoptiveltern aufzuwachsen. In einer Zeit, in der Abtreibung so „einfach“ wäre, zeugt die Entscheidung, das Kind auszutragen und anderen Eltern anzuvertrauen, von echter selbstloser Liebe und von großem Mut.
Auf Wunsch kann die leibliche Mutter Informationen über die Entwicklung, Gesundheit und Ausbildung des Kindes, und eventuell auch Fotos, erhalten.
Sie kann zwischen drei Formen der Adoption wählen:

 

    • 1. Offene Adoption
      Die leibliche Mutter kennt die Adoptiveltern und weiß, wo ihr Kind wohnt. Es kann (muss aber nicht) weiterhin Kontakt zwischen ihr und ihrem Kind bestehen. Mehr über die Offene Adoption.

 

    • 2. Halboffene Adoption
      Die Mutter lernt im Zuge des Adoptionsverfahrens die Adoptiveltern kennen. Danach hat sie aber keine weiteren Kontakte mehr zum Kind. Mehr über die halboffene Adoption.

 

  • 3. Inkognito-Adoption
    Die Mutter erfährt einige Daten von den Adoptiveltern (Alter, Beruf, Dauer der Ehe, Anzahl der Kinder etc.) und kann bei deren Auswahl mitentscheiden. Ihre Wünsche werden berücksichtigt, sie erfährt aber weder die Adresse noch den Namen der Adoptiveltern. Mehr zur Inkognito-Adoption.

 

Weitere Tipps
Auch noch nicht volljährige Frauen ab 14 Jahren können ohne die Zustimmung ihrer Eltern ihr Kind zur Adoption freigeben.
 Wenn Du Wochenhilfe vor der Geburt bekommen hast, dann hast du auch bei der Einwilligung zur Adoption einen Anspruch auf Wochenhilfe nach der Geburt. Eine Mitarbeiterin der Adoptionsstelle wird Dich bei allen notwendigen Behördenwegen begleiten und unterstützen.

 

Anonyme Geburt

 

Nachdem die Mutter im Krankenhaus den Wunsch einer anonymen Geburt geäußert hat, steht ihr die medizinische Unterstützung kostenlos zur Verfügung. Sie benötigt weder Dokumente noch muss sie irgendwelche Angaben zu ihrer Person machen. Da die anonyme Geburt rechtlich abgedeckt ist, ist sie natürlich nicht strafbar.
Es gibt eine Fülle von Krankenhäusern, die eine anonyme Geburt anbieten.

 

Wie geht es nach der anonymen Geburt weiter?

 

Nach der Geburt übernimmt das Jugendamt die Verantwortung für das Kind und übergibt es möglichst rasch in die Pflege einer geeigneten Familie. Nach Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Frist von sechs Monaten wird die Adoption durchgeführt. Solange das Adoptionsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, kann die Mutter ihren Entschluss noch rückgängig machen.

Mehr zur Anonymen Geburt.

 

 

Babyklappe/Babynest

 

Wie der Name bereits erkennen lässt, handelt es sich bei der Babyklappe um eine beheizte mit Meldungssensor ausgestattete Lade. Diese befindet sich außerhalb der Geburtsklinik an Stellen, wo das Neugeborene unauffällig hineingelegt werden kann. Beste medizinische Versorgung ist sofort gewährleistet. Die Mutter benötigt weder Dokumente noch muss sie irgendwelche Angaben zu ihrer Person machen.
 Da die Babyklappe rechtlich abgedeckt ist, ist sie natürlich nicht strafbar. Wie bei der anonymen Geburt, übernimmt das Jugendamt die Verantwortung für das Kind und leitet eine Adoption in die Wege. In der Zwischenzeit kommt das Kind in einer geeigneten Pflegefamilie unter.
Krankenhäuser mit Babyklappen gibt es in ganz Österreich.

Mehr über die Babyklappe/das Babynest.

 

Abtreibung

 

Denkst Du über Abtreibung nach? Siehst du dies als Deine einzige Option an? Triff Deine Entscheidung erst, wenn Du wirklich alle Fakten kennst und weißt, worauf Du Dich dabei einlässt. Informiere Dich hier, wie eine Abtreibung vor sich geht.